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Forgotten Tales – All The Sinners
Es scheint, dass der gute Heavy Metal „Made in Canada“, zur
Zeit mehr aus dem französischsprachigen Raum, dem Bundesstaat Quebec,
kommt, und dem restlichen Territorium den Kuchen abringt. Mit Forgotten Tales
schließt sich eine weitere Lücke, der melodische Power-Metal mit
weiblichen Vocals, den diese fünf Pioniere seit 1999 aus Europa
importierten. Vor fünf Jahren konnte man im Vorprogramm von Nightwish
glänzen, und in weiteren Jahren die Ahorn-Bühnen mit Edguy, und Gamma
Ray teilen. Bei „All The Sinners“, dem zweiten Release der Canucks,
spiegeln sich alle Ereignisse, und Einflüsse der letzten Jahre wieder,
wobei Nightwish deutlich den größten Eindruck auf dieser Formation
hinterlassen hat. Sicherlich ist Shouterin Sonia Pineault keine
Klassik-Chanteuse, aber nicht schlechter als die allseits bekannte Lana Lane. Ihre
kräftige und immer warme Stimme, ist ständig der Mittelpunkt dieser
herrlich melodiösen Tracks (außer auf dem Instrumental „The
Message“), die stets songdienlich mit Gitarren-Spuren, und verdammt
interessanten Solis bestückt wurden. Gitarrist Martin Desharnais, der alle
sechssaitigen Riffs eingespielt hat, braucht die europäische Konkurrenz
nicht scheuen. Im Gegenteil, er setzt tatsächlich neue Akzente. Wirklich
klasse. Die simple Stärke dieser Band ist letztendlich das Songwriting,
dass genug Spielraum für sämtliche Ideen, und Varianten des
Power-Metal öffnet, und langsame Tracks keineswegs schwächer, oder
langweiliger erscheinen lässt. „The Message“, dass eben erwähnte Instrumental-Stück beinhaltet
eine fantastische Gitarren-Leistung, die eines Yngwie J. Malmsteen würdig
ist, ohne ihn zu kopieren. Überhaupt fällt mir spontan keine
geeignete europäische Vergleichs-Combo zu Forgotten Tales ein, wenn man
die Nightwish-Ansätze mal außen vor lässt. Also lasst euch
überraschen, und versucht unter: forgottentales@forgottentales.com eine
Kopie dieses Meisterwerks zu ergattern. Es lohnt sich definitiv.
Note : 9/10