BLOOD DAWN

Reviewed by Barney Wertung

Forgotten Tales - The Promise

Das hier wäre wohl genau die richtige Rezension für unsere Seldov gewesen, da diese sich aber im Augenblick scheinbar im Urlaub befindet, muss ich sie übernehmen. FORGOTTEN TALES ieten also -wer hätte das gedacht? - Symphonic Melodic Metal wie wir ihn von Bands wie RHAPSODY, STRATOVARIUS und wie sie alle heißen kennen gelernt haben. Wollen wir also mal schauen, ob wir es hier mit einer Band zu tun haben, die noch eine vielleicht glorreiche Zukunft vor sich hat oder nur einem weiteren identitätslosen Massenprodukt. Die ersten Überraschungen erwarten einem schon beim durchlesen des Bandinfos - die Band kommt ja gar nicht aus Italien, wie ich zuerst angenommen hatte, sondern aus Kanada, welches für mich Metalmäßig ja eher ein leerer Fleck auf der Landkarte ist, vor allem seit VOIVOD ja scheinbar das zeitliche gesegnet haben und man von EXCITER auch schon ewig nichts mehr gehört hat.

 

Auch der Einsatz einer Sängerin hebt die Band vom Groß ihrer Genrekollegen ab, wobei die auf den Namen Sonia Pineault hörende Frau glücklicherweise nicht versucht die Operndiva heraushängen zu lassen und andauernd in höchsten Tonlagen herumjodelt, sondern einfach nur durch ihre sehr schön natürlich klingende Stimme überzeugt. Ein ums andere Mal schießen mir dabei die Spanier von DARK MOOR durch den Kopf. Ansonsten gibt es einfach nur gutklassigen Symphonic Metal mit einer versierten Instrumentalfraktion, der wunderschön anzuhören ist, leider aber jegliche Überraschungen vermissen lässt. Anzumerken wäre noch die erstklassige Produktion und das fette Booklet mit Fotos, Linernotes und Texten -wohlgemerkt, es handelt sich hier um eine Eigenproduktion! Fazit: Ob man sich "The Promise" nun ins Regal stellt, bleibt jedem Metaller selbst überlassen, Genre Fans werden aber sicher nicht enttäuscht werden. Auf jeden Fall wird man von FORGOTTEN TALES nicht das letzte Mal etwas gehört haben, genug Potential ist nämlich vorhanden.

 

Note : 4/6